Antibiotikaverbrauchs-Surveillance

Die weltweit zunehmende Resistenzproblematik erfordert ein konsequentes und koordiniertes Vorgehen, in welches verschiedenste Bereiche des Gesundheitswesens, der Forschung, der Politik, der Industrie und nicht zuletzt auch die Allgemeinbevölkerung einbezogen werden müssen. International wie auch national wurden umfassende Strategien erarbeitet, die im Sinne eines „One Health“-Konzeptes die Bereiche Human- und Veterinärmedizin sowie Tierhaltung, Landwirtschaft und Umwelt einbinden. Essentieller Bestandteil dieser Strategien ist unter anderem die Etablierung von Surveillance-Systemen für Antibiotikaverbrauch und -resistenz und von Infektionen mit resistenten Erregern sowohl im Human- wie auch im Veterinärbereich. Die Surveillancedaten liefern Rahmen und Basis für die Implementierung von Maßnahmen zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen (Infektionskontrolle und -prävention, umsichtiger Einsatz von Antibiotika). Sie geben Anhaltspunkte dazu an welcher Stelle Maßnahmen erforderlich sind und wie diese entsprechend den lokalen Erfordernissen zugeschnitten werden sollen. Darüber hinaus sind sie ein unverzichtbares Instrument zur Evaluation. Am RKI wurde im Jahr 2007 ARS-Antibiotika-Resistenz-Surveillance etabliert. Mit AVS - Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance, wird als Pendant dazu ein bundesweites System zur Überwachung des Antibiotika-Verbrauches aufgebaut.

Aktuelles

  • Kontakt und Anmeldung unter avs@rki.de
  • 18.11.2021: Seit 2017 werden aggregierte Verbrauchsdaten des stationären Sektors der Öffentlichkeit über eine interaktive Datenbank auf der Webseite des AVS (Antibiotika Verbrauchs Surveillance)-Systems des RKI zur Verfügung gestellt. Die Datenbereitstellung wird nun ergänzt um einen weiteren Report, der eine Darstellung der Entwicklung des Antibiotikaverbrauchs über die Zeit erlaubt.
    Link zum Report
  • 13.09.2021: Die Antiinfektiva-Reports auf der AVS-Webseite wurden aktualisiert. Der Öffentlichkeit stehen nun aggregierte Daten der Jahre 2015-2020 zur Verfügung. Die Datenbasis für das Jahr 2020 beruht auf der Datenübermittlung von >200 Krankenhäusern. Eine Übersicht der teilnehmenden Krankenhäuser (DE/AT) nach regionaler Abdeckung finden Sie hier.
  • Archiv

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